Anwendungen ePGU
Auf dieser Seite finden Sie die im Rahmen des Programms ePortale Gesundheit und Umwelt (ePGU) entwickelten Anwendungen. Das Programm ePGU sowie einige bereits zuvor entwickelte Produkte wurden im Jahr 2025 in das Programm DigiSanté integriert.
Anwendungsplattform zum Verbraucherschutz (APVS)
Die Anwendung APVS verbessert die Datenverwaltung im Verbraucherschutz durch strukturierte Erfassung, transparente Verarbeitung und effiziente Auswertung relevanter Basisinformationen zu Parametern und Matrizen sowie Anforderungswerten (Limiten) im lebensmittelrechtlichen Bereich. Parameter sind zum Beispiel Stoffe oder Organismen, für die Attribute wie Bezeichnungen und Identifikationsnummern erfasst werden. Matrizen sind zum Beispiel Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände, in denen Anforderungen in Bezug auf bestimmte Parameter festgelegt werden. Diese Anforderungen werden als Limiten in APVS aufgenommen und werden zur Publikation von Listen in Gesetzgebungen verwendet. Die Informationen zu den Parametern dienen als Basis für das Chemikalienregister RPC.
- Aufsichtsbehörden Bund
Autorisations- und Reportingportal Transplantation (arTx)
Seit Mitte Januar 2023 stellt das BAG das neue online System arTx (authorisation and reporting system in the field of transplantation) für Gesuche, Bewilligungen und Meldungen in der Transplantationsmedizin (authorisation and reporting system in the field of transplantation) zur Verfügung. Fachleute der Transplantationsmedizin können über das System Gesuche um Bewilligungen sowie ihre jährliche Meldungen gemäss dem Transplantationsgesetz (SR 810.21) einreichen. Das bisherige online Melde- und Bewilligungssystem im Bereich Transplantationsmedizin aus dem Jahr 2004 wurde damit abgelöst.
- Aufsichts- und Vollzugsbehörde Bund (BAG)
- Inspektoren (Swissmedic)
- Betriebe/Leistungserbringer in der Gesundheitsversorgung im Bereich Transplantationsmedizin
- Forschung/Universitäten
Dosimetrieportal
Im Dosimetrieportal (DP) laden anerkannte Dosimetriestellen und Airlines die gemessenen oder berechneten monatlichen Dosen von beruflich strahlenexponierten Personen hoch. Sie melden zudem erhöhte Dosen und Grenzwertüberschreitungen, so dass die zuständige Aufsichtsbehörde (BAG oder Suva) reagieren kann. Der betroffene Betrieb meldet dann die Dosisursache mittels Onlineformular. Zudem nehmen sie weitere Meldepflichten gemäss Strahlenschutzverordnung wahr (An- und Abmeldungen von Kunden). Erste Funktionalitäten sind seit Ende 2022 produktiv verfügbar, weitere Features kamen Ende 2023 dazu. Neu soll die gesamte Dosisdatenbank (zentrales Dosisregister) ins DP migriert werden. Dieses Projekt läuft und wird voraussichtlich 2027 abgeschlossen sein.
- Aufsichtsbehörden Bund
- Betriebe/Leistungserbringer in der Gesundheitsversorgung übriges Gewerbe/Industrie
- Forschungsorganisationen/-betriebe
ePortal nichtionisierende Strahlung und Schall (ePortal NISSG)
Das BAG hat gemäss der Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (V‑NISSG) verschiedene Aufgaben, die effizient elektronisch erledigt werden können. Dafür gibt es im ePortal NISSG drei Anwendungen, die alle aufgrund von Aufträgen aus der V‑NISSG entstanden sind:
1. MPL – Meldeportal für Laserveranstaltungen Die V‑NISSG verpflichtet das BAG, ein elektronisches Meldeportal für Laserveranstaltungen zu betreiben. Dieses Portal (MPL) wurde 2018 entwickelt und ist seit Mai 2019 in Betrieb. Seit dem 1. Juni 2019 beurteilt die Sektion NIS/DOS die Meldungen von inzwischen über 330 sachkundigen Personen direkt über das Portal. Veranstalter, Kantone und – bei Luftraumbestrahlung – auch die Flugsicherung werden automatisch über relevante Veranstaltungen informiert.
2. MSL – Meldungen zu Sachkundenachweisen für Laserstrahlung
3. MSB – Meldungen zu Sachkundenachweisen für kosmetische Behandlungen
Diese beiden Anwendungen wurden entwickelt, weil das BAG in den entsprechenden Departementsverordnungen Prüfungsstellen auflisten muss, die solche Sachkundenachweise ausstellen dürfen. Die Prüfungsstellen melden dem BAG regelmässig digital und einheitlich, welche Personen einen Sachkundenachweis oder eine Sachkundebestätigung erhalten haben. So stehen die Daten immer aktuell zur Verfügung, damit die Kantone ihre Vollzugsaufgaben erfüllen können (MSB) und die Öffentlichkeit Informationen zu registrierten Personen abrufen kann (MSB/MSL).
Die Anwendungen wurden 2021 entwickelt und sind seit 2022 produktiv. Die Anzahl der Meldungen wächst laufend. Im Januar 2026 gibt es im MSB 4528 Meldungen und im MSL 334 Meldungen.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Gewerbe/Industrie
- Öffentlichkeit
Meldeplattform Cannabisarzneimittel (MeCanna)
Seit der Gesetzesänderung von August 2022 wird für die medizinische Anwendung von Cannabis keine Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Gesundheit mehr benötigt. Die Behandlung mit Cannabisarzneimitteln liegt seitdem ausschliesslich in der Verantwortung des behandelnden Arztes/der behandelnden Ärztin. Um das Verschreibungsverhalten beobachten zu können und Daten im Zusammenhang mit der Behandlung mit Cannabisarzneimitteln zu erhalten, wurde ein die Gesetzesänderung begleitendes, befristetes und obligatorisches Datenerhebungssystem entwickelt. Das Meldesystem Cannabisarzneimittel (MeCanna) wurde am 1. August 2022 produktiv gesetzt.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Betriebe/Leistungserbringer in der Gesundheitsversorgung
- Forschung/Universitäten
- Öffentlichkeit
Meldeportal Tabak (tabacinfo)
Über das Meldeportal Tabak (Tabacinfo) melden Hersteller und Importeure die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu Tabakprodukten, elektronischen Zigaretten, Nachfüllflüssigkeiten sowie weiteren verwandten Produkten, die in der Schweiz in Verkehr gebracht werden. Die Anwendung wurde 2024 mit dem Inkrafttreten des neuen Tabakproduktegesetzes eingeführt. Ziel von Tabacinfo ist es, Transparenz über die auf dem Schweizer Markt erhältlichen Produkte und deren Zusammensetzung zu schaffen. Die erfassten Informationen stehen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), den kantonalen Vollzugsbehörden sowie der Öffentlichkeit, insbesondere den Konsumierenden, zur Verfügung. Für Produkte auf der Basis von CBD-Hanf (THC < 1 %) können zusätzlich Labornachweise hochgeladen werden, die bestätigen, dass es sich nicht um ein Betäubungsmittel handelt. Angaben zu Nachfüllflüssigkeiten für E-Zigaretten werden zudem automatisiert an das Produktregister Chemikalien übermittelt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Bildwarnhinweise für Verpackungen von gerauchten Tabakprodukten können über das Meldeportal heruntergeladen werden.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Gewerbe/Industrie
- Bevölkerung/Öffentlichkeit
Portal für Erhebungen (DEK)
Das Portal für Erhebungen (DEK) ermöglicht eine strukturierte und gesicherte Übermittlung von Daten ans Bundesamt für Gesundheit. Die Anwendung ist generisch konzipiert und erlaubt die Erhebung unterschiedlichster Arten von Daten aus verschiedenen Bereichen (Gesuche, Berichte, Nachweise, etc.). Für die Übermittlung der Daten braucht es keine Registrierung der benutzenden Personen. Die Anwendung existiert seit 2019. Zurzeit wird DEK vorwiegend für die Erhebung von Daten im Zusammenhang mit genetischen Untersuchungen beim Menschen genutzt.
- Aufsichtsbehörden Bund
- Betriebe/Leistungserbringer in der Gesundheitsversorgung
Radiation Portal Switzerland (RPS)
Das Radiation Portal Switzerland (RPS) ist ein webbasiertes Gesuch-, Melde- und Informationsportal sowie ein Aufsichtstool für das Management von aktuell knapp 26'000 Bewilligungen für den Umgang mit ionisierenden Strahlen von rund 15'000 Bewilligungsinhaber/-innen. Dazu werden die rund 25'000 Strahlenschutz-Sachverständigen in RPS geführt und verwaltet. Sämtliche Prozesse betreffend Gesuche, Erhebungen, Planung von klinischen Audits, Meldungen und Bewilligungen im Strahlenschutz können mit RPS vollständig digital abgewickelt werden. RPS wurde seit März 2021 im BAG, bei der Suva, beim Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), Generalsekretariat Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (GS-VBS) und bei kantonalen Behörden eingeführt. Zugang haben auch Ausbildungsinstitute. Im März 2023 ist RPS den Bewilligungsinhaber/-innen zugänglich gemacht worden, damit Gesuche und Meldungen direkt über das Portal eingereicht werden können. Seit der externen Einführung von RPS profitieren alle Stakeholder (Kunden und Kundinnen, die Abteilung Strahlenschutz und weitere Behörden) von der Digitalisierung.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Leistungserbringer
- Gesundheitsversorgung
- Ausbildungsinstitute
- Fachfirmen übriges Gewerbe/Industrie
- Forschungsorganisationen/-betriebe
Radonportal
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt eine zentrales Radonportal. Es speichert die Daten, die notwendig sind, um den Vollzug der Radonmessungen in Gebäuden (sowie allfälligen Sanierungen) laufend beurteilen zu können und um statistische und wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Die Radondatenbank ist für die Kantone und die anerkannten Radonmessstellen zugänglich. Die anerkannten Radonmessstellen sind verpflichtet, ihre eigenen gesammelten Daten in der Radondatenbank zu erfassen. Zur Erfüllung der Vollzugsaufgaben haben die Kantone Zugriff auf alle auf ihrem Gebiet erhobenen Daten.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Gewerbe/Industrie
Registre Produits Chimiques (RPC)
Das Ziel des Chemikalienprodukteregisters (RPC) ist es, Unternehmen die Einhaltung der Schweizer Gesetzgebung (ChemG, ChemV, ChemRRV, BioV, EnV) zu ermöglichen, welche die Erfassung aller für Mensch und Umwelt gefährlichen Zubereitungen, Biozidprodukte, Düngemittel, parallelimportierten Pflanzenschutzmittels und chemischen Stoffe in einer Datenbank vorsieht. Dank des vollständig digitalisierten Registrierungsprozesses konnte das Register im Laufe der Jahre schnell und einfach aktualisiert werden, im Einklang mit dem Gesetz und den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzenden. RPC enthält derzeit etwa 460’000 verschiedene Produkte, jede Produktart hat ihre eigenen spezifischen Merkmale, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Das Register wird von Unternehmen (über 7'000 aktive Accounts), Kantonen, ToxInfo Suisse, Feuerwehren und der Bundesverwaltung mit dem Endziel genutzt, die Gesundheit der Konsumentinnen/Konsumenten und Arbeitnehmenden zu schützen.
- Aufsichtsbehörden Bund und Kantone
- Leistungserbringer
- Gesundheitsversorgung
- Gewerbe/Industrie, insbesondere chemische Industrie/Händler, professionelle Anwender von Chemikalien sowie Düngerhändler
- Forschung
- Öffentlichkeit
Mehr über das Programm ePGU

ePortale Gesundheit und Umwelt (ePGU)
Gleich- und neuartige Digitalisierungsvorhaben nicht in separaten Silos, sondern «unter einem Hut» umsetzen und damit Synergien bei Projektmethodik, Entwicklung, Infrastruktur und Betrieb nutzen.