Beteiligte Bundesämter
Die digitale Transformation des Schweizer Gesundheitswesens ist ein zentrales gesundheitspolitisches Anliegen. Der Bundesrat hat im Mai 2022 das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, in Zusammenarbeit mit weiteren Stellen der Bundesverwaltung das Programm zur Förderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen (DigiSanté) auszuarbeiten. Dieser politische Auftrag basiert auf der Erkenntnis, dass die Schweiz im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens im Rückstand ist. Dies zeigte sich während der Covid-19-Pandemie besonders deutlich. Der Bundesrat verabschiedete das Programm und überwies die Botschaft über einen entsprechenden Verpflichtungskredit am 22. November 2023 an das Parlament. Dieses verabschiedete am 29. Mai 2024 den Bundesbeschluss zu einem Verpflichtungskredit im Umfang von knapp 400 Millionen Franken.
DigiSanté ist Teil der Strategie Gesundheit 2030 und verfolgt das Ziel, die digitale Transformation im Gesundheitswesen grundlegend, koordiniert und nachhaltig voranzutreiben. Drei Bundesämter arbeiten hierfür eng zusammen:
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Das BAG ist für die Gesundheitspolitik in der Schweiz zuständig und übernimmt eine führende Rolle bei der Koordination des Programms DigiSanté. Als zentrale Fachbehörde für das öffentliche Gesundheitswesen trägt es die Verantwortung für die strategische und operative Steuerung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen.
Es stellt sicher, dass DigiSanté mit den Zielen der Strategie Gesundheit 2030 abgestimmt ist und die geplanten Projekte den Bedürfnissen des Schweizer Gesundheitssystems entsprechen: interoperabel, zukunftsgerichtet und bürgernah. Zudem achtet das BAG darauf, dass diese Projekte im Einklang mit den gesundheitspolitischen Vorgaben des Bundes geplant, koordiniert und umgesetzt werden.
Darüber hinaus ist das BAG direkt für die Umsetzung der Mehrheit der DigiSanté-Projekte verantwortlich – beispielsweise für den Ausbau digitaler Infrastrukturen und der Standardisierung von Daten. Es koordiniert die verschiedenen beteiligten Akteure im Gesundheitswesen auf Bundes- und Kantonsebene und sorgt für ein effizientes und transparentes Projektmanagement.
Um eine effektive, nachhaltige und interoperable digitale Infrastruktur für das Schweizer Gesundheitswesen zu schaffen, arbeitet das BAG eng mit anderen Bundesstellen, den Kantonen, Leistungserbringern, der Wissenschaft und weiteren relevanten Akteuren zusammen.
Bundesamt für Statistik (BFS)
Das Bundesamt für Statistik (BFS) ist das nationale Kompetenzzentrum für öffentliche Statistik und ein zentraler Akteur im Schweizer Datenökosystem. Es produziert statistische Informationen, engagiert sich für die Harmonisierung von Daten im Rahmen des nationalen Datenmanagements und entwickelt – mithilfe von Methoden aus der Datenwissenschaft – die Nutzung von Daten für wissensbasierte Zwecke weiter.
Im Rahmen des Programms DigiSanté bringt das BFS seine Expertise in der Erhebung, Bearbeitung und Analyse von Daten ein. Es beteiligt sich an der Konzeption, Umsetzung und Steuerung von Projekten im Bereich Gesundheitsdaten. Zu den Schlüsselprojekten des BFS im Rahmen von DigiSanté gehören die Projekte Semantische Standards, Mehrfachnutzung der Daten im spitalstationären Bereich (SpiGes), Spitalregister (SpiReg) sowie der Aufbau eines Microdata Centers für die Nutzung und Verknüpfung interner sowie externer Daten in einer sicheren Umgebung.
Dank seiner langjährigen Erfahrung im Datenmanagement und in der Daten-Governance sowie seinem Know-how in Data Science spielt das BFS eine zentrale Rolle dabei, sicherzustellen, dass DigiSanté auf verlässlichen und sicheren Grundlagen basiert und so eine effektive digitale Transformation des Schweizer Gesundheitssystems unterstützt.
Generalsekretariat EDI (GS-EDI)
Das GS-EDI übernimmt die Koordination innerhalb des Eidgenössischen Departements des Innern und stellt die Abstimmung innerhalb der Bundesverwaltung sicher. Es fungiert als strategische Schnittstelle und sorgt für eine gesetzeskonforme und kohärente Umsetzung der von Parlament und Bundesrat beauftragten Massnahmen. Damit gewährleistet es eine bereichsübergreifende Steuerung und eine konsistente Gesamtperspektive im Programm.
Weitere Informationen zu den beteiligten Ämtern finden Sie auf den jeweiligen Websites: