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Semantische Standards

Ein semantischer Standard legt fest, wie medizinische Inhalte eindeutig bezeichnet und kodiert werden, damit Diagnosen, Prozeduren und Befunde gleich verstanden werden. Heute ist die Landschaft semantischer Standards jedoch heterogen gewachsen und begrenzt harmonisiert. Vision ist, bestehende und neue medizinische Standards im Rahmen einer nationalen Semantik-Strategie kohärent weiterzuentwickeln, aufeinander abzustimmen und International anschlussfähig zu gestalten.
Mit dem «House of Semantics» wird eine zentrale Anlaufstelle für die fachliche Unterstützung aller Anwenderinnen und Anwender semantischer Standards aufgebaut.

Dauer: 2025 - 2034
Projektgrösse: L

Ziele

Ziel ist semantische Standards weiterzuentwickeln, so dass sie eine verlässliche Grundlage bilden für:

  • kohärente stationäre und ambulante Tarifsysteme;
  • vergleichbare und belastbare öffentliche Gesundheitsstatistiken;
  • kantonale Spitalplanung einschliesslich Hochspezialisierter Medizin (HSM);
  • die qualitätsgesicherte Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten

Abgrenzung

Nicht Gegenstand des Projekts sind die operative Einführung oder Migration konkreter IT-Systeme, die produktive Umstellung bestehender Kodier- oder Dokumentationsprozesse sowie die Umsetzung rechtlich verbindlicher Vorgaben in Form von Gesetzen oder Verordnungen.

Nutzen

Patientinnen und Patienten

  • Eine bessere Abstimmung der Behandlungsprozesse trägt zu einer erhöhten Patienten-sicherheit sowie zu einer verbesserten Koordination und Qualität der Versorgung bei.

Leistungserbringer und Kostenträger

  • Moderne Kodierungs- und Klassifikationssysteme ermöglichen eine präzisere und aktualisierte Abbildung medizinischer Leistungen.
  • Medizinische Terminologien werden als Grundlage für automatisiertes Kodieren genutzt.

Gesundheitsfachpersonen

  • Eine einheitlich angewandte, präzise und stabile Terminologie gewährleistet ein gemeinsames Verständnis in der Praxis.
  • Eine konsistente Datenerfassung in den Systemen erhöht die Verlässlichkeit der Informationen.

Bund und Kantone

  • Eine gemeinsame Sprache reduziert Reibungsverluste zwischen Institutionen und verbessert die kantonale, interkantonale sowie nationale Koordination.

Zeitachse

Fachgremium

  • Tarif‑ und Digitalisierungsexpertinnen und ‑experten (BFS, GDK, H+, FMH, prio.swiss, MTK, SwissDRG AG, OAAT AG)
  • Weitere ExpertInnen aus betroffenen Organisationen,
  • Klassifikations- und Terminologieexpertinnen und -experten.

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