Swiss Health Data Space (SwissHDS)
Der SwissHDS schafft einen vertrauenswürdigen, interoperablen und vernetzten Gesundheitsdatenraum für die Schweiz und verbessert damit die Datenflüsse in Behandlungs-, Behörden- und Sekundärnutzungsprozessen. Gesundheitsdaten bleiben bei den verantwortlichen Organisationen und werden als standardisierte Data Products über eine geteilte Service-Infrastruktur sicher, kontrolliert und organisationsübergreifend nutzbar gemacht. Grundlage bildet eine föderierte Data-Mesh-Architektur mit gemeinsamer Governance, Interoperabilität und offenen Standards, wobei die Akteure in der konkreten Umsetzung autonom bleiben.
Dauer: 2025 - 2034
Projektgrösse: XL
Ziele
- Konsolidieren der Grundlagen und Festlegung der Zielarchitektur für den Gesundheitsdatenraum Schweiz SwissHDS inkl. elektronisches Gesundheitsdossier (E-GD)
- Schrittweiser Ausbau der Basisdienste für die technischen Service-Infrastruktur (Identitätsmanagement, Berechtigungsmanagement, Verzeichnisse etc.), die für den Betrieb eines vertrauenswürdigen Gesundheitsdatenraums notwendig sind
- Aufbau und Validierung der SwissHDS-Basisdienste sowie Durchführung von Pilotversuchen und Use Cases
- Bereitstellen der technischen Services in einer ersten Minimum Viable Product (MVP)-Ausbaustufe, die für den Betrieb eines vertrauenswürdigen Datenraums sowie erster Showcases und Pilotversuche notwendig sind.
- Konzeptionelle Ausarbeitung von Data Products
- Erarbeiten eines tragfähigen Governance-Modells
Abgrenzung
- Keine konkrete Klinik- und Praxisinformationssysteme (PIS-/ und KIS)-Implementierung. Es wird eine optionale Referenzimplementierung als Vorlage bereitgestellt.
- Keine Migration oder Betrieb lokaler Infrastrukturen
- Keine Finanzierung einzelner Register
Nutzen
- Patientinnen und Patienten: Gesundheitsdaten können sicher und standardisiert institutionsübergreifend genutzt werden. Dies verbessert die Behandlungsqualität, reduziert Doppeluntersuchungen und unterstützt eine koordinierte Versorgung.
- Leistungserbringer: Standardisierte Datenflüsse sowie die Reduktion von Medienbrüchen vereinfachen Behandlungs-, Abrechnungs- und Behördenprozesse. Das Once-Only-Prinzip reduziert Mehrfacherfassungen und administrative Aufwände.
- Behörden und Forschung: Der SwissHDS ermöglicht einen sicheren und standardisierten Datenaustausch für digitale Behördenprozesse, beispielsweise für Meldungen und Bewilligungsverfahren. Gleichzeitig erleichtert die interoperable Bereitstellung von Gesundheitsdaten deren datenschutzkonforme Nutzung für Planung, Qualitätssicherung, Forschung und Gesundheitsüberwachung.
- Gesundheitswesen: Gemeinsame Basisdienste und Standards fördern die Harmonisierung von Prozessen und Systemen, stärken die Interoperabilität und schaffen die Grundlage für Innovation und ein leistungsfähiges digitales Gesundheitsökosystem.
Zeitachse
Fachgremium
- Eine Kommission des Branchengremiums begleitet das Projekt.
- Ein Fachgremium wird für die Umsetzungsphase definiert.
- Für die fachliche Arbeit in den einzelnen Themengruppen (z.B. eMedikation) werden weitere themenspezifische Fachgremien etabliert.
- Branchengremium, Fachgremien, Kommissionen und die Community werden iterativ in die Produktentwicklung eingebunden.
Weitere Informationen
Inhaltsverzeichnis
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Hintergrundinformationen zum SwissHDS
Der Swiss Health Data Space (SwissHDS) ist eines der Grossprojekte des Programms DigiSanté. Ziel ist es, Gesundheitsdaten in der Schweiz sicher, standardisiert und kontrolliert nutzbar zu machen – zum Nutzen der Gesundheitsversorgung, der Forschung und des Gesundheitssystems insgesamt.
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Gesundheitsdatenraum
Der Gesundheitsdatenraum bildet das Herzstück von DigiSanté – als strukturierter, sicherer und gemeinwohlorientierter Rahmen für den Austausch und die Nutzung von Gesundheitsdaten in der Schweiz.